25. Oktober 2021
5 Tipps, wie du dein Heimnetzwerk sicherst

5 Tipps, wie du dein Heimnetzwerk sicherst

«Hast du WLAN?» ist eine der ersten Fragen, wenn der Besuch eintrifft. Den Sicherheitsaspekt solltest du auf keinen Fall aussen vor lassen. Hier folgen 5 Tipps, wie du dein Heimnetzwerk am besten absicherst.

In der Regel machst du dir keine Gedanken, wenn du Gästen dein WLAN-Passwort zur Verfügung stellst? Vielleicht fängst du heute damit an, denn sobald sie dein Internet mitnutzen, laufen ihre Suchanfragen unter deinem Namen.

So erhältst du Zugang zu deinem Router

Tippe zunächst einmal anstelle einer URL die IP-Adresse 192.168.1.1 in dein Browser-Fenster, logge dich ein und mach dich mit dem Dashboard deines Routers vertraut. Über dieses Dashboard kannst du alle Anpassungen vornehmen, die wir dir in diesem Artikel empfehlen. Alternativ kannst du deinen Laptop auch mit einem Ethernet-Kabel mit deinem Router verbinden.

Welche Rolle spielt die IP-Adresse?

Die IP-Adresse ist eine mehrstellige Nummer, mit der man beispielsweise deinen Computer im Internet identifizieren kann. Deine Geräte haben oft zwei IP-Adressen. Dein Handy, dein Laptop oder dein Tablet haben je eine eigene, eine «interne» IP-Adresse. Wenn du aber mit all deinen Geräten an deinem WLAN angehängt bist, wirst du im Internet mit der IP-Adresse deines Routers identifiziert – also mit der «externen» IP-Adresse.

WLAN teilen: Wo können Probleme entstehen?

Wer dein WLAN-Passwort kennt, surft in deinem Namen im Internet. Und manche Menschen haben eine Schwäche für dubiose Websites. Wenn solche Personen dein Internet nutzen, um beispielsweise nach Schnäppchen im Darknet zu suchen, könntestbald darauf die Cyberpolizei am Hals haben. Die folgenden 5 Tipps helfen dir, dein WLAN sicher zu machen.

1.)   Ändere das Passwort und den Namen deines Routers

Hast du die Werkeinstellungen deines Routers jemals angepasst? Oder nutzt du noch immer Routernamen und -passwort, die dein Telekomanbieter festgelegt haben? Wenn du letzteres bejahst, solltest du dir deinen Laptop schnappen und die Voreinstellungen deines Routers verändern. Ansonsten bist du nicht die einzige Person, die dein Passwort kennt, sondern unter Umständen auch die Mitarbeiter von UPC Sunrise, Swisscom, Teleboy und Co. Spätestens, wenn sich eine unbefugte Person in dein Netzwerk gehackt hat, kommst du um den Passwortwechsel nicht mehr rum. 16–20 Buchstaben, Zahlen und Sonderzeichen sollte dein neues Passwort aufweisen. Beim Routernamen ist es wichtig, dass er keine Rückschlüsse auf deine Person zulässt.

Inspiration für einen neuen Router-Namen gefällig? Here you go 😏 

  • Drop It Like Its Hotspot
  • May The Wi-Force Be With You
  • Winternet is Coming
  • Accio Internet
  • You Shall Not Password
  • Benjamin FrankLAN

2.)   Schalte deinen Router aus

Stehen bald die nächsten Ferien an? Dann schalte deinen Router aus. Je länger dein Router eingeschaltet bleibt, umso mehr Zeit haben Hacker, deine Internetverbindung zu kappen oder sich in dein Heimnetzwerk einzuschleichen. Das gilt nicht nur für deine Ferienabwesenheiten. In einem normalen Haushalt läuft der Router oft 24 Stunden am Tag. Wenn dein Router hingegen ausgeschaltet ist, haben Kriminelle keine Chance, dich zu hacken. Du kannst den Router beispielsweise in der Nacht entweder manuell ausschalten oder aber die integrierte Zeitschaltuhr des Routers nutzen, um die Betriebszeit automatisiert zu beschränken. Das ist nicht nur gut für dein Portemonnaie, sondern auch für die Umwelt, denn ein Router ist ein elektrisches Gerät, das bei Dauerbetrieb auch haufenweise Strom verbraucht.

3.)   Richte ein Gast-WLAN ein

Dein eigener Google-Suchverlauf ist peinlich genug. Wenn es dir wie uns geht, möchtest du wahrscheinlich nicht auch noch mit den Google-Suchen deiner Gäste in Verbindung gebracht werden. Denn wie bereits erwähnt: Wenn du Besuchern dein WLAN zur Verfügung stellst, sind sie im Web mit der IP-Adresse deines Routers unterwegs. Mit einem Gast-WLAN löst du dieses Problem. Ein Gast-WLAN ist nichts anderes als ein zweites Netzwerk, das wie dein normales WLAN über deinen Router läuft. Das Gast-WLAN hat eine eigene IP-Adresse und ein anderes Passwort als dein normales WLAN. So kapselst du die Geräte deiner Besucher von deinem Heimnetzwerk ab. Achte unbedingt darauf, dass du ein Passwort für dein Gast-WLAN festlegst, ansonsten verkommt dein Gäste-Zugriff zum Public Hotspot.

4.)   Auch Router brauchen Updates

Mit den Updates schliessen Telekomanbieter Sicherheitslücken und manchmal kommen mit der neuen Software auch neue Funktionen. Bei den neueren Routern werden die Updates automatisch installiert. Dies passiert meistens in der Nacht. Sollte dein Router diese Funktion nicht anbieten, ist es Zeit für ein Neugerät. Das bekommst du entweder im Elektronikfachmarkt oder bei deinem Telekomanbieter.

5.)   Verwende keine alten Router

Wenn dein Gerät älter als 5 Jahre ist, solltest du dich nach Ersatz umschauen. Zum einen, weil dein Router wohl die aktuellen Updates nicht mehr unterstützt (siehe Tipp 4) und zum anderen, weil er sehr wahrscheinlich noch einen alten Verschlüsselungsstandard verwendet. Es gibt drei WLAN-Verschlüsselungsarten, wobei die neueste (WPA3) auch die sicherste ist. Das Verschlüsseln der Daten funktioniert nach dem altbekannten Prinzip: Unbefugte haben dank der Verschlüsselung keine Chance, deine Daten zu lesen. Wenn dein Router schon einige Jahre auf dem Buckel hat, solltest du überprüfen, welches Verschlüsselungsverfahren er unterstützt. Während WPA als veraltet und unsicher gilt, sind WPA2 und WPA3 heute eigentlich Standard.

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