28. November 2021
E-Payments: Sicher zahlen beim Online-Shopping

E-Payments: Sicher zahlen beim Online-Shopping

Nach dem Online-Shopping kommt der schmerzhafte Teil: das Bezahlen. In diesem Artikel werfen wir einen Blick auf die beliebtesten Zahlungsmittel in der Schweiz. Welche davon sind sicher?

Mit Twint den neuen Gaming-PC bezahlen? Oder doch lieber mit Kreditkarte, Apple Pay oder Google Pay? Um digital einzukaufen, stehen dir eine ganze Menge Möglichkeiten offen.

💳 Kreditkarte: Bequem und ziemlich sicher

Eine Kreditkarte hat fast jeder. Es gibt Prepaid- und Einweg-Kreditkarten, Hybriden aus Debit- und Kreditkarten und den Klassiker. Bei der klassischen Kreditkartenvariante geht dein Kreditkartenanbieter in Vorleistung und bezahlt in einem ersten Schritt die Pizza für dich. Du wiederum bezahlst die monatliche Kreditkartenabrechnung. Kreditkarten sind bequem und bei zahlenden Kunden sehr beliebt. Deshalb geht es für den Pizzalieferdienst deines Vertrauens auch in Ordnung, dass dein Kreditkartenunternehmen für den Pizzakauf etwas vom Verkaufspreis abzwackt. Unter anderem so verdienen Kreditkartenfirmen ihr Geld.

Sind Kreditkarten ein sicheres Zahlungsmittel?

Jeder, der deine Kreditkarte in die Finger bekommt, kann grundsätzlich damit shoppen gehen. Aus diesem Grund verwenden Kreditkartenanbieter wie MasterCard und Visa seit einiger Zeit ein 2-Faktor-Authentifizierungsverfahren. Das bedeutet, dass du von deinem Kreditkartenanbieter beispielsweise per SMS einen Code zugestellt erhältst, den du im Anschluss auf einer Sicherheitsseite im Webshop eintippen musst. Erst dann wird deine Internet-Zahlung ausgeführt (Mehr zur 2-Faktor-Authentifizierung und sicheren Passwörtern). Dieser Mechanismus macht die Kreditkartenzahlung im Web ziemlich sicher. Bei MasterCard heisst[MP3]  die Sicherheitsbarriere MasterCard Identity Check und bei Visa Verified by Visa. Ohne diesen Zwischenschritt geht das Zahlen per Kreditkarte zwar schnell, es ist aber wesentlich unsicherer.

😍 TWINT: Eine der beliebtesten Bezahlmethoden

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Dein Kumpel schiesst eine Runde Drinks vor, weil du kein Bargeld zur Hand hast. Mit Twint überweist du ihm innerhalb von wenigen Sekunden den geschuldeten Betrag – mit deinem Handy. Das Twinten ist vielen Schweizerinnen und Schweizern schon in Fleisch und Blut übergegangen. Kein Wunder: Mit Twint spart man sich das mühsame Hin- und Herschicken von Fotos mit dem Kontokärtchen drauf oder das lästige Abtippen von Kontodaten. Alles, was du brauchst, sind die Twint-App deiner Hausbank, einen zweiten Twint-User und dessen Handynummer. Du wählst den gewünschten Kontakt aus, tippst den geschuldeten Betrag ein und klickst auf «Geld senden». Der Betrag landet direkt auf dem Bankkonto deines Freundes oder deiner Kollegin. Gleichzeitig kannst du bei vielen Schweizer Online-Shops problemlos mit Twint zahlen. Tolle Sache, aber ist das auch sicher?

TWINT: Achte darauf, wem du Geld schickst

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2020 zeigte ein Fall, dass ein Missverständnis auf Twint fatale Folgen haben kann. Wie SRF berichtete, wollte eine Frau ihrem Geschäftspartner via Twint rund 1000 Franken senden. Das Geld kam nie an, denn unter seiner Telefonnummer war das Twint-Konto eines anderen hinterlegt. Alle Aufforderungen, das Geld zurückzuüberweisen, blieben unbeantwortet. Wichtig für dich ist deshalb, dass du deine Kontakte direkt nach der Handynummer fragst, die mit ihrem Twint-Konto verknüpft ist. Ansonsten landet dein Geld vielleicht irgendwo im Nirvana. Übrigens: Twint haftet nur bis 5000 Franken und auch nur, wenn du beweisen kannst, dass du unverschuldet übers Ohr gehauen worden bist. Deshalb ist es empfehlenswert, keine grösseren Beträge über Twint zu überweisen. Abgesehen davon gilt Twint als sicherere Zahlungsmethode als physische Kredit- und Debitkarten – wie die folgenden beiden mobilen Zahlungsarten auch.

Google Pay und Apple Pay: Sehr sicher, aber …

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Google Pay und Apple Pay gehören zu den meistverwendeten Zahlungsmethoden. Mit beiden kannst du entweder direkt im physischen Laden oder aber im virtuellen Raum beim Online-Shopping deine Einkäufe bezahlen. Das Zahlen an der Kasse funktioniert kontaktlos direkt am Bezahlterminal. In beiden Fällen übermitteln Google Pay und Apple Pay anstelle der eigentlichen Kreditkartennummer eine Stellvertreternummer. Deshalb können deine Zahlungsdaten von niemandem abgefangen werden. Das klingt soweit ganz gut und in Bezug auf die Sicherheit schenken sich Google Pay und Apple Pay nicht viel: Beide gelten als sehr sicher. Mit Blick auf den Datenschutz ist Apple Pay die attraktivere Variante. Wenn du Google Pay nutzt, analysiert Google dein Konsumverhalten und deine Zahlungswilligkeit bis ins letzte Detail. Die erhobenen Daten stellt Google im Anschluss Werbetreibenden zur Verfügung (Willst du mehr zur Handysicherheit von iPhone und Android-Smartphones lesen? Hier gehts weiter).

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