28. November 2021

Handy-Sicherheit iPhone vs. Android: Welche Smartphones sind sicherer?

Welches ist das sicherste Smartphone? Und was haben Android-User mit Tarzan und Apple-User mit dem Sonnenkönig gemeinsam? Die Antworten gibts in diesem Artikel.

Manchmal fährt Tim Cook die Krallen aus. Vor allem, wenn es um Google geht. Cook ist Chef von Apple und betont in seinen Reden gerne, dass iOS sicherer ist als Googles Betriebssystem Android. Hat er damit recht? Um das zu beantworten, nehmen wir die beiden Smartphones und ihre Software etwas genauer unter die Lupe.

Was sind Betriebssysteme und wozu sind sie gut?

Du fragst dich, was das Betriebssystem mit der Sicherheit deines Handys zu tun hat? Viel! Das Betriebssystem ist das Programm, mit dem du deine Hardware verwalten und steuern kannst. Ohne ist dein Handy nutzlos. Gleichzeitig ist es das Eingangstor zu deinen Daten. Je sicherer das Betriebssystem, umso sicherer auch deine Daten. Apple und Google beherrschen den Smartphone-Markt und haben ihn quasi unter sich aufgeteilt. 

Android: Öffentlicher Park 🌳🌳

Googles Android-Betriebssystem ist eine Open-Source-Software und gleicht – wenn man so will – einem öffentlichen Park, der von jederfrau und jedermann betreten und genutzt werden kann. Als Open-Source-Software ist Android flexibler als iOS. Bei Interesse kann sich jeder den Code anschauen. Bei Open-Source-Programmen setzt sich ausserdem eine ganze Community dafür ein, Sicherheitslücken zu entdecken und zu schliessen. Da Open-Source-Software aber eben mit heruntergelassenen Hosen dasteht, können Hacker auch leichter Schwachstellen im Code identifizieren und diese ausnutzen.

iOS: Umzäunte Gartenanlage 🏡 

Ganz nach dem Motto: «Das ist unser Garten, hier bauen nur wir an» ist Apples iOS für iPhones und iPads grösstenteils ein «closed source operating system». Apple allein kennt den Code und ist zuständig fürs Entdecken und Schliessen von Sicherheitslücken. Das tun sie auch in regelmässigen Abständen – mit Updates für alle iPhones, die jünger sind als 5 Jahre.  Auch Google bringt monatliche Sicherheitsupdates heraus, die aber immer erst noch vom Hersteller des Smartphones angepasst werden müssen. Das bringt Verzögerungen mit sich. Das Google-Betriebssystem läuft auf Geräten von Herstellern wie Samsung, Xiaomi und OPPO. Bei Apple hingegen kommen bei Apple Betriebssystem und Hardware aus einem Stall. Der Vorteil von iOS ist ganz klar, dass Hardware und Software optimal aufeinander abgestimmt sind.

Play Store, App Store und ihr Einfluss auf die Handysicherheit

Egal wie toll das Betriebssystem deines Handys ist: Hacker können sich auch auf anderen Wegen Zugang zu deinem Handy verschaffen (Wie du dein Handy vor Hackern schützt, liest du hier)] . Beispielsweise über die Apps, die du dir herunterlädst. Manche Apps pfeifen auf Datenschutz oder wollen Schadsoftware auf deinem Gerät installieren. Es ist also wichtig, dass der Google Play Store und der App Store alle Apps, die sie anbieten, gut prüfen.

iPhone: «Zutritt nur für auserwählte Apps»

Für Entwickler ist der App Store sowas wie ein Endgegner. Apple lässt sich nicht mit unausgereiften Beta-Versionen von Apps abspeisen. Den iOS-Usern soll nur das Beste angeboten werden, deshalb werden Apps imApp-Store-Review auf Herz und Nieren geprüft. Wenn es die App nicht in den App Store schafft, kann sie auf keinem Apple-Gerät installiert werden. So garantiert Apple dir als Nutzer oder Nutzerin, dass die Apps, die für iOS erhältlich sind, qualitativ hochwertig und sicher sind.

Android: «Nicht auf der App-Guestlist? Komm trotzdem rein!»

Android-Handys sind durchlässiger als iPhones. Auch wenn sich die Aufnahmekriterien für Apps im Google Playstore in den letzten Jahren verschärft haben, sind die Auflagen doch lascher als bei Apple. Im Google Play Store tummeln sich viele Ramsch-Apps. Apps von Drittanbietern, die im Google Play Store gar nicht gelistet sind, kannst du mit einem Android-Handy problemlos trotzdem herunterladen. Ein Klick in den Sicherheitseinstellungen genügt. Apple ist strenger. Die Installation von Apps, die die Apple-Prüfung nicht bestanden oder gar nicht erst durchlaufen haben, ist bei deinem iPhone unmöglich.

Sind iPhone-User kleine Sonnenkönige?

Louis XIV. aka Sonnenkönig war der vorletzte französische König nach der alten Ordnung. Er stand auf Luxus und auf schöne Gärten. Seine Gartenanlage von Versailles ist noch heute ein Hingucker. Alles ist schön ordentlich und symmetrisch – und die Sicherheitsvorkehrungen sind beachtlich. Aber abgesehen von spazieren gehen kann man in den Gärten von Versailles halt auch nicht viel machen.

Im krassen Gegensatz dazu steht das Reich von Tarzan. Im Dschungel herrscht die Freiheit: Tarzan verzichtet auf Sicherheitsnetze und schwingt sich frei von Liane zu Liane, um Abenteuer zu erleben. Bricht er sich dabei auch mal einen Arm? Vielleicht. Geniesst er dafür aber nahezu uneingeschränkte Flexibilität? Definitiv!

Fazit: iPhones sind sicherer, aber …

Aus den genannten Gründen ist ein iPhone grundsätzlich sicherer als ein Android-Smartphone. Im Falle von Apple geht Sicherheit auch mit Einschränkungen einher. Schlussendlich entscheidest du als User, wie du deine Prioritäten setzt. Maximale Sicherheit oder lieber maximale Flexibilität? 

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