24. Oktober 2021

Handy-Sucht: 5 Tipps, um mit der Smartphone-Sucht umzugehen

Die meisten von uns sind handysüchtig. Trotzdem sind wir im Alltag auf unsere Smartphones angewiesen. 5 Tipps für einen massvollen Umgang mit deinem Handy.

Du durchwühlst deinen Rucksack. Hast du es zu Hause liegen lassen? Panik steigt auf. Und dann die Erleichterung, wenn deine Hand die glatte Oberfläche deines Smartphones berührt. Wir alle kennen das Glücksgefühl, wenn das Handy in irgendeiner Taschenecke wieder auftaucht. Es ist Zeichen unserer Abhängigkeit.

Abhängigkeit ist unangenehm

Die Global Mobile Consumer Survey von Deloitte aus dem Jahr 2019 ergab, dass 21% der Smartphone-User sich durch das Smartphone von anderen Aufgaben abgelenkt fühlen. 14% fühlen einen regelrechten Zwang, dauernd auf das Smartphone zu schauen. Handysucht ist zwar noch keine anerkannte Krankheit. Die Entzugserscheinungen sind aber dieselben wie bei herkömmlichen psychischen Abhängigkeiten: Unruhe, Nervosität, Schweissausbrüche. Das ist keine Überraschung, wenn man bedenkt, dass Handys darauf ausgelegt sind, uns süchtig zu machen. Aber es kommt noch dicker. 

Machen unsere Handys uns dumm?

Stell einen Süchtigen in einen Raum und sag ihm, dass irgendwo in diesem Raum ein Tütchen mit seiner Droge liegt. Meinst du, die Person kann sich noch konzentrieren? Eher nicht. Dasselbe Prinzip lässt sich auch auf uns und unsere Handys übertragen. Die traurige Wahrheit ist: Handys machen uns doof. Eine Studie aus dem Jahr 2017 der Universität Texas in Austin hat gezeigt, dass die Anwesenheit unseres Smartphones im selben Raum unsere Gehirnleistung schmälert – auch wenn es ausgeschaltet bleibt, mit dem Screen nach unten liegt oder sich gerade in deiner Tasche befindet. Eine Erklärung dafür ist, dass uns die Belohnungen und Ablenkungen locken, die unser Unterbewusstsein mit dem Handy in Verbindung bringt. 

Leg das Handy auch mal weg 

Handys sind praktisch. Eine gigantische Datenbank mit mehr Wissen als jemals zuvor verfügbar war – im handlichen Taschenformat. Wenn du ähnlich tickst wie ein durchschnittlicher Nutzer, hast du dein Smartphone ca. 150- bis 180-mal am Tag in der Hand. Wenn du 16 Stunden am Tag wach bist, bedeutet das, dass du dein Handy alle 5 bis 6 Minuten checkst. Wer soll sich da noch auf was konzentrieren können?

Die folgenden 5 Tipps helfen dir, deine Handysucht im Zaum zu halten: 

1 – Nutze dein Smartphone nicht vor dem Schlafengehen

Verzichte zwei bis drei Stunden vor dem Schlafengehen auf Handy, Laptop, Tablet und TV und du wirst schlafen wie ein Baby. Grund: Das blaue Licht von LED-Bildschirmen suggeriert unserem Hirn, dass helllichter Tag ist und an Schlaf nicht zu denken sein kann. Ohne das blaue Licht kann sich dein Körper am natürlichen Tagesverlauf orientieren und ist am Abend bereit fürs Bett: So wie sich das gehört.

2 – Lerne immer ohne Handy

Du bist zu Hause und solltest lernen? Leg dein Handy am besten in die Küche und schliess dich in deinem Zimmer ein. Bei einer Dauerbeschallung durch digitale Kanäle kannst du dich nicht konzentrieren – geschweige denn neue Inhalte umfassend verinnerlichen. Die Wissenschaft weiss, dass der Lernprozess schlechter funktioniert, wenn gerade Gelerntes permanent durch neue Informationen überlagert wird.

3 – Verplempere nicht alle deine Zeit am Handy

TikTok oder Sport? Netflix oder ein Buch lesen? Du befindest dich im permanenten Abwägen, wie du deine Zeit nun einsetzen sollst. Je mehr Zeit du am Handy vertrödelst, umso weniger bleibt davon übrig für Aktivitäten, die dir guttun. Wenn du beispielsweise eine leidenschaftliche Handballspielerin bist oder ein passionierter Bücherwurm, sind diese Aktivitäten bestimmt befriedigender als ein stundenlanges Surfen auf TikTok. Also gib dir einen Ruck, leg das Handy weg und geh raus! 

4 – Rede mit echten Menschen und verlasse deine Bubble

Google, Insta, TikTok, Youtube und Spotify wissen, was du magst. Zumindest glaubt ihr Algorithmus das und zeigt dir nur ganz bestimmte Inhalte aus deiner ganz persönlichen Bubble. In der richtigen Welt kommst du mit Meinungen, Geschichten und Menschen in Berührung, die dich Neues entdecken lassen können. Ganz ohne Algorithmus. Konzentrier dich auf dein Gegenüber, stell Fragen und hör zu. Es gibt keinen effizienteren Weg raus aus der eigenen Bubble. 

5 – Geh «Waldbaden»

Ohne Handy prasseln auch keine Social Media Pushs auf dich ein. Du musst dich mit niemandem vergleichen. Du kannst dein Ding durchziehen und voll bei dir sein. Das entlastet. Für den Handy-Detox lässt du am besten dein Handy zu Hause und machst einen Ausflug in den Wald. Eine Studie hat gezeigt, dass das Gehirn dort in eine Art «Ursprungsmodus» verfällt und sich schneller regeneriert. So sind dein Körper und dein Köpfchen ready für die nächste Herausforderung. 

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